Katzen in der Mythologie

Katzen sind Tiere, die schon seit vielen tausenden Jahren mit den Menschen leben und so in seine Mythen und Überlieferungen Eingang fanden. In der ägyptischen Kultur galten Katzen als heilige Tiere, waren sie doch der Katzengöttin Bastet, der Gemahlin des Sonnengottes Re geweiht. Bastet war die Göttin der Liebe, des Guten sowie der Stärke und der Zeugungskraft. Bastet war auch die Mondkatze, welche in der Nacht die Sonne beschützt und sie vor der Schlange der Finsternis verteidigt. Zu Beginn ihrer Verehrung wurde sich oft mit Sachmet, der löwenköpfigen Göttin und der Verkörperung der dunklen Seite der Sonne gleichgestellt, wohingegen Bastet die mildere und freundlichere Kraft der Sonne mit ihrem Katzenkopf verkörpert. Bastet wurde besonders von Frauen verehrt, die ihr zu Ehren sangen und tanzten. Bastet wurde entweder ganz als Katze dargestellt oder als katzenköpfige Frau mit Sistrum, Ketten, Schachtel und einer jungen Katze als Zeichen der Muttergöttin.

Aber nicht nur in der alten ägyptischen Kultur spielten die Katzen eine wichtige Rolle. So wird beispielsweise die Hindu-Göttin der Geburt Shoshi auf einer Katze reitend dargestellt und auch die altgermanische Göttin der Liebe und der Fruchtbarkeit Freya fährt in einem von zwei Katzen gezogenen Wagen. Katzen stehen oft in Verbindung mit dem Mond und gelten als Symbol des Geheimnisses, wohl weil sie nachtaktive Tiere sind und selbst in der Dunkelheit ausgezeichnet sehen können was sich in ihr verbirgt.

Auch im Volksglauben in Osttimor gelten die Katzen nach wie vor als heilig. So ist man und seine Nachkommen bis in die 7. Generation hinein verflucht, wenn man eine Katze tötet. In Japan werden Katzen als Glücksbringer gebraucht, so gibt es beispielsweise die Maneki Neko. Das sind Katzen meist aus Porzellan, die eine oder beide Vorderpfoten erhoben haben, um Wohlstand oder mehr Gäste heranzuwinken. Oft finden sich diese allerliebsten Figürchen in Restaurants oder in Geschäften.