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Ich bin ein großer Katzenfan und habe auch einige dieser süßen kleinen Stubentiger, die mir meine Lieblingssofaecke streitig machen, mich mitten in der Nacht wecken und immer dann gestreichelt werden wollen, wenn ich partout keine Zeit habe. Aber dennoch möchte ich sie nicht missen, schließlich sind Katzen mehr, als nur Haustiere. Ich finde, und das werden wahrscheinlich nur die Menschen verstehen, die ebenfalls mit Katzen zusammenleben, dass Katzen mehr als nur Haustiere sind. Man könnte sie eher als WG-Mitbewohner bezeichnen, die sich durch die Eigenschaft auszeichnen, dass man nicht mit ihnen aber auch nicht ohne sie leben kann. Man arrangiert sich eben.

Hat man zufälligerweise den gleichen Lieblingsplatz am Sofa, kann man sich ewig drum streiten, wobei die Katze in den meisten Fällen den Sieg davon trägt, verfügt sie über deutlich mehr Geduld und Ausdauer, als ich kleines Menschlein. Oder man arrangiert sich eben, schließlich hat das Sofa zwei Ecken. Und auch, wenn man mal etwas weniger gut drauf ist, merken die Katzen das und versuchen einen wieder aufzumuntern. Und wie es nun mal so ist, hat man mal keine Zeit für sie, sind sie beleidigt und ignorieren einen, bis man sich umständlich entschuldigt hat (mit Leckereien und Streicheleinheiten) und sie einen wieder huldvoll mit ihrer Gunst erfreuen. Diese kleinen Beispiele bekräftigen die Theorie, dass „Katzen auch nur Menschen sind“, wie schon der deutsche Schriftsteller Günter Kunert feststellte.