Der Katzengrundbauplan
Die Merkmale der Hauskatze schwanken je nach Verbreitungsgebiet und dem Selektionsdruck, der durch die Umweltbedingungen bedingt ist. Bei Züchtungen hängt es von den Rassestandards ab. Die Hauskatze ist im Durchschnitt 50 cm lang und vier kg schwer. Der Schwanz ist 25-30 cm lang und die Schulterhöhe beträgt 30-35 cm. Des Weiteren ist das Männchen etwas größer als das Weibchen.
Die für die Hauskatze typischen Fellzeichnungen werden als Tabby bezeichnet. Es gibt neben dem dominanten Wildtyp auch weitere Zeichnungen und verschiedene Farben. Der Wildtyp verfügt über ein M-förmiges Zeichen auf der Stirn und einen dunklen Aalstrich sowie schmale Querstreifen an den Körpersäften. Auch die gestromte Zeichnung mit mehr oder weniger weiß dominiert in Europa. Die Ohren der Hauskatze sind aufrechtstehendend, spitz und können gedreht werden. Die kleine Tasche an der Seite des Ohres ist der Antitragus und ermöglicht das Richtungshören. Die Katze kann besser hören als der Hund und ihr Gehörumfang umfasst 10,5 Oktaven. Auch verfügt sie über einen ausgezeichneten Gleichgewichtssinn.
Die Katze hat 230 Knochen in ihrem Skelett. Die Katze ist sehr robust und biegsam gebaut. Beispielsweise besteht ihre Wirbelsäule aus je sieben Hals- und Lendenwirbeln und 13 Brustwirbeln sowie drei verwachsenen Kreuzwirbeln und über 20 Schwanzwirbeln. Die Hauskatze hat auch eine sehr kräftigt entwickelte Muskulatur, sodass sie sehr gut springen kann. Sie ist ein typischer Ansitzjäger. Die Katze läuft auf ihren Zehen. Davon hat sie an den Vorderpfoten fünf, an den hinteren Pfoten vier Stück. Ihre scharfen und spitzen Krallen kann sie in Ruheposten durch elastische Bänder in Hauttaschen einfahren.
Die Hauskatze hat 30 Zähne und davon in jeder Kieferhälfte 3 Schneidezähne, und je einen Backen- und Hakenzahn. Sie hat zwei bzw. im Oberkiefer drei vordere Backenzähne und je einen hinteren Backenzahn. Die Zähne sind sehr spitz und scharf, wie es sich für einen Fleischfresser gehört. Die Katzenzunge ist mit stark verhornten Zungenpapillen versehen, die sowohl dem Trinken als auch der Fellpflege dienen, da sich lose Haare in den Widerhaken verfangen. Der Magen-Darm-Trakt der Katze ist einhöhlig und säugetiertypisch. Der Blinddarm ist 2-4 cm lang und besitzt keinen Wurmfortsatz.
Die normale Hauskatze wird bei guter Pflege 12-15 Jahre alt. Aber auch über 20 Jahre sind durchaus belegt. Bei freilebenden Tieren ohne menschliche Zuwendung liegt die Lebenserwartung bei ungefähr maximal 3 bei männlichen und 4 Jahren bei weiblichen Katzen.
Die Augen der Katze sind vornehmlich auf das Sehen von Bewegungen spezialisiert, statt auf Sehschärfe und Details. Die Augen sind frontal ausgerichtet und ermöglichen das räumliche Sehen und das Sehen bei Nacht. Dass die Katzenaugen im Dunklen reflektieren, liegt an einer besonderen Zellschicht, die Licht, welches von den Stäbchen und Zapfen nicht absorbiert wird auf die Sehzellen reflektiert. Da die Katzen nur minimal ihre Augen bewegen können, muss sie ihrem Kopf bewegen, um in andere Richtungen blicken zu können.
Der Geruchssinn der Hauskatze ist weniger stark ausgeprägt, wenn er auch nicht besser ist als der des Menschen. Er dient der Erkennung von Artgenossen und der Überprüfung von Nahrung. Katzen können alle Geschmacksrichtungen bis auf süß wahrnehmen.
Hauskatzen haben auch einen sehr gut entwickelten Tastsinn, haben sie doch auf den ganzen Körper Tastrezeptoren. An der Ober- und Unterlippe sowie über den Augen befinden sich lange Schnurrbarthaare, deren Wurzeln an Nervenenden befestigt sind und die signalisieren, wenn beispielsweise ein Hindernis im Weg ist oder etwas zum Durchschlüpfen zu eng ist. Auch die Vorderpfoten sind sehr empfindlich und nehmen beispielsweise Bodenerschütterungen war.
