Das Verhalten der Katze

Katzen sind keine Einzelgänger, wie lange Zeit immer wieder behauptet wurde. Sie legen ein vielschichtiges Sozialverhalten an den Tag. Halbwild oder wild lebende Katzen schließen sich gern zu kleinen Gruppen zusammen, die aus Weibchen und Jungtieren und bisweilen auch aus einigen Katern bestehen. Die Kater verlassen oft nach der Geschlechtsreife das Rudel, um neuen Reviere aufzusuchen, wohingegen die Weibchen bleiben und die Gruppe vergrößern. Die Hierarchie in der Gruppe erfolgt nach dem matriarchalischen Prinzip. Dennoch bleiben Katzen bei der Jagt Einzelgänger, können sie nicht in der Gruppe jagen wie Großkatzen. Katzen legen sich auf die Lauer bzw. schleichen sich an die Beute an und springen sie aus kürzester Entfernung an.

Jede Katze kommuniziert durch Körpersprache, über Laute und Gerüche. Duftsignale dienen der direkten Kommunikation und der Reviermarkierung. Die Kommunikation erfolgt über die Körperhaltung, die Stellung der Ohren und die Haltung des Schwanzes. Beispielsweise bedeutet ein hocherhobener Schwanz mit leicht gebogener Spitze Freude, Erwartung und Spannung. Auch durch die Augen und das Minenspiel zeigt die Katze ihre Gefühllage an. Sind die Augen halb geschlossen, fühlt sich die Katze wohl und schaut sie dabei noch den Menschen an, heißt das „ich mag dich“.

Die Hauskatze kann verschiedene Laute von sich geben. Das häufige Miauen wurde durch die Domestizierung der Katze verstärkt, Wildkatzen unterlassen dies, um kein Raubtier auf sich aufmerksam zu machen. Gibt die Katze ein dem Gurren vergleichbares Geräusch von sich, ruft sie ihre Jungen. Faucht sie, ist das eine aggressive Abwehrhaltung. Katzen schnurren, wenn sie sich wohlfühlen oder wenn sie den Kontakt zu anderen Katzen nicht verlieren möchten. Wie sie genau dieses Geräusch erzeugen, ist noch nicht wissenschaftlich geklärt.

Katzen schlafen sehr viel, bzw. ruhen sie sich mit geschlossenen Augen aus. Ist die Katze im flachen Schlaf, wacht sie schon beim kleinsten Geräusch auf. Der Tiefschlaf allerdings ist mit der menschlichen Traumphase vergleichbar. Dabei können die Gliedmaßen und der Schwanz zucken und auch eine erhöhte Augenativität unter dem Lid ist nachweisbar. Nach einer Tiefschlafphase erfolgt eine Schlafphase. Wacht die Katze auf, gähnt sie ausführlich und schreckt sich, um alle Gelenke und Sehnen zu lockern. Wacht die Katze durch ein Geräusch auf, öffnet sie zunächst nur ein Auge, um das Geräusch zu lokalisieren. Hat sie es erkannt, schläft sie weiter oder sie wacht komplett auf.